Nur noch wenige Wochen fehlen zum Weihnachtsfest! Und eigentlich wollten die Menschen in diesem Jahr auch wegen der Impfung gegen Covid-19 wieder auf den Weihnachtsmärkten feiern. Doch nun droht kurzfristig die Absage der traditionellen Märkt. Denn jetzt fordert der erste Ministerpräsident die Absage wegen der hohen Inzidenzwerte.
Schon bald sollten eigentlich die traditionellen Weihnachtsmärkte starten. Auch in vielen Orten in Sachsen stehen die Bäume und Schwibbögen für dieses festliche Ereignis bereits. Auch die Bunden sind fertig aufgebaut, doch nun steigen die Inzidenzwerte wieder unkontrolliert in die Höhe. Scheinbar hängt die Durchführung in einigen Bundesländern am seidenen Faden. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich nun als erster Länderchef für eine Absage der Märkte ausgesprochen und sich damit natürlich die Wut der Händler zugezogen. "Man kann sich doch nicht vorstellen, dass man auf dem Weihnachtsmarkt steht, Glühwein trinkt und in den Krankenhäusern ist alles am Ende und man kämpft um die letzten Ressourcen“, verdeutlichte Kretschmer seinen Standpunkt gegenüber dem Nachrichtensender "ntv“. In Sachsen ist der landesweite Inzidenzwert mittlerweile auf 521,9 angestiegen. Nach Kretschmers Aussage sind die Händler in Sachsen nun wütend und verunsichert.
Einer der Händler ist Holger Zastrow (52), der Betreiber des Augustusmarktes in Dresden, der klare Worte für die Pläne des Ministerpräsidenten findet: "Das ist schäbig vom Ministerpräsidenten und verantwortungslos. Er hat selbst eine Verordnung gemacht und selbst gesagt, die Weihnachtsmärkte finden statt. Wir haben aufgrund dieser Zusage mit der Planung begonnen und Händlerverträge gemacht. Die Händler haben Ware geordert, Personal organisiert. Wir haben Hygiene-Konzepte gemacht. Wir bleiben auf allem sitzen.“ Kein Wunder also, dass nun viele der Händler um die Existenzen kämpfen. Denn schließlich waren schon im letzten Jahr alle weihnachtlichen Aktivitäten wegen der Pandemie abgesagt worden. Und sollte tatsächlich eine Absage kommen, hätte dies schwerwiegende Folgen.