Hollunder: Mein Mann ist ein Workaholic und derzeit als Experte auf zwei Sendern präsent. Daher sind wir erstmal an Deutschland gebunden.
Wie sehr unterstützt Sie Ihr Mann bei Ihrer Schauspielkarriere?Hollunder: Er ist wirklich mein größter Unterstützer. Er erlebt ja auch meine emotionalen Höhen und Tiefen unmittelbar mit. Wenn mein Telefon wochenlang stillbleibt, können bei mir schon mal Tränen fließen und Selbstzweifel aufkommen. Dann kann es aber auch sein, dass ich plötzlich ein Theater-Engagement bekomme und mal eben sage: "Ach ja, ich würde dann jetzt mal für dreieinhalb Monate nach Stuttgart ziehen. Wir sehen uns dann alle zwei Wochen mal einen Tag." Das stelle ich mir für einen Partner auch nicht sehr leicht vor.
Haben Sie sich in seiner aktiven Zeit je als Spielerfrau abgestempelt gefühlt?Hollunder: Ich habe das Thema selber immer witzig gefunden und habe es ja auch in meinem Blog "littlehero.de" oftmals hochgenommen. Als eine Casterin mir dann aber sagte, ich müsse aufpassen, auf welche Events ich gehe und was ich allgemein mache, weil man Mann Fußballer ist, hat mich das schon schockiert. Da sieht man wie festgefahren manche sind.
Träumen Sie manchmal von der großen Hollywood-Karriere?Hollunder: Ich bin da ein totaler Realist. Meine Mutter ist Schauspielerin. Ich kenne die Zeiten, in denen sie Angebote absagen musste, weil sie sich überschnitten haben, aber auch die Zeiten, wo sie nicht genau wusste, wovon sie uns den Kühlschrank füllen soll. Ich freue mich total, wenn ein Angebot reinflattert, arbeite aber privat auch an eigenen Projekten, um miese Zeiten zu überbrücken.
Sie feiern im Oktober Ihren dritten Hochzeitstag. Sind Kinder schon ein Thema für Sie?Hollunder: Auf jeden Fall. Mit 33 macht es langsam tick tack. Aber wie jeder weiß, ist ein Baby nichts, was man bei Amazon Prime bestellen kann. Eine Nacht und es ist da.
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?Hollunder: Schwierige Frage. Aktuell auch eine beängstigende, wenn man sich so in der Welt umschaut. Ich persönlich hoffe, dass ich mich in zehn Jahren noch mehr mag als jetzt, mit viel weniger Selbstzweifeln. Ich finde, das ist unglaublich wichtig, aber ich bin da auf einem guten Weg.