Wissenschaftler haben festgestellt, dass eine brodelnde Magmakammer mitten in Deutschland für die zuletzt aufgetretenen Schwarmbeben verantwortlich sind. Diese Entdeckung wird von den Langzeitmessungen der Wissenschaftler gestützt. Aus diesem Grund raten die Forscher nun zur weiteren Überwachung, um festzustellen, ob in Zukunft vulkanische Aktivität droht oder gar Magma an die Oberfläche gelangen könnte und es zu einem richtigen Ausbruch kommt - so ist die Lage!
Kürzlich vorgenommene Bohrungen haben neue Erkenntnisse gebracht, was es mit den zuletzt immer wiederkehrenden Schwarmbeben im Vogtland auf sich hat. Das Geoforschungszentrum Potsdam hat nun mitgeteilt, dass die Forscher insgesamt drei Magma-Kammern unterhalb des Gebiets in der Nähe zu Bayern und Böhmen vermuten. Diese sollen die zuletzt gemessenen Beben ausgelöst haben. Eine der 3 Kammern sei zur Zeit aktiv, sodass sowohl Magma als auch Gas sich einen Weg in Richtung Erdoberfläche suche. Eine Verschiebung der Erdplatten wurde als Ursache für die zahlreichen leichten Beben ausgeschlossen. Schon seit gut 5 Jahren wurden Messungen mit Bohrungen in einer Tiefe von gut 400 Meter in der Umgebung des Ortes Landwürst vorgenommen. Die Forscher raten nun dazu, diese Messungen dauerhaft fortzusetzen. Nur auf diese Weise sei realistisch einzuschätzen, ob zukünftig dort eine Gefahr für verstärkte vulkanische Aktivität drohe.