Betrug bei Lidl - Polizei warnt Bevölkerung -Sogar Nicht-Kunden können betroffen sein

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Betrug bei Lidl - Polizei warnt Bevölkerung -Sogar Nicht-Kunden können betroffen sein

Blaulicht (2 / 1) 04.09.2022 23:36 / Julia Symbolbild imago


Offenbar nutzen Betrüger die App mit falschen Identitäten und fremden Bankdaten. Noch hat Lidl keine Ahnung wie genau die Täter ihre App überlisten. Andere Bezahldienstleister wie beispielsweise Paypal nehmen eine Verifizierung der Bankdaten durch einen zu überweisenden Cent-Betrag vor. Nur wenn der Nutzer diese Überweisung tätigt oder extra bestätigen kann, wird die Anmeldung dort akzeptiert. Im Fall von "Lidl Pay“ fehlt aber offenbar ein Sicherheitsmechanismus dieser Art. Nun kündigte der Discounter jedoch an Nachbesserungen an der App vorzunehmen. Offenbar nutzen die Täter existierende Kontodaten von fremden Menschen, die in keinem Zusammenhang mit Lidl stehen. Oft lassen sich die Kriminellen die Bankdaten von ahnungslosen Personen bestätigen. Dazu spielen die Betrüger ein Kaufinteresse für Artikel bei "Ebay Kleinanzeigen" vor, um dann angebliche Zahlungen für eine Artikel zu machen. Stattdessen melden sich die Betrüger dann bei "Lidl Pay" an und nutzen die von arglosen Menschen erhaltenen Bankdaten zum Einkauf. Diese Geldsumme wird dann vom Konto der geschädigten Person abgezogen.

Betrug sollte sofort gemeldet werden

Betroffene Personen des Betruges können den Bankeinzug bei der Bank rückgängig machen, wenn sie ihn rechtzeitig bemerken. Es soll jedoch ebenfalls bereits Fälle geben, bei denen die Betrugsopfer nach der Rückgabe der Lastschrift dann Mahnungen von Lidl erhalten oder die bereits Post von Inkasso-Unternehmen bekommen haben, die die ausstehenden Zahlungen für Lidl eintreiben soll, wie die Zeitung

"Frankenpost“ berichtet. Beim Landeskriminalamt in Baden-Württemberg sollen bereits hunderte Verfahren dieser Betrugsmasche aktenkundig seim. Lidl gab auf Rückfrage an, über wenige Einzelfälle informiert zu sein. "Vollständig ausschließen lassen sich Betrugsfälle unabhängig von der Bezahlmethode nie“, hatte eine Sprecherin des Unternehmens versuch gegenüber der Zeitung "Wirtschaftswoche“ zu beschwichtigen.