Daniel Küblböck: Neue Erkenntnisse über Daniel und seinen angeblichen Selbstmord aufgetaucht!

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Daniel Küblböck: Neue Erkenntnisse über Daniel und seinen angeblichen Selbstmord aufgetaucht!

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:03 / Julia Symbolbild imago images / Future Image


Seit einem Jahr "verschollen"

Es ist eine beklemmende Szene: Der junge Mann ist über die Brüstung von Außendeck fünf der "Aida Luna" geklettert. Es ist noch dunkel, fünf Uhr morgens. Etwa acht Meter unter ihm schäumen in der Dünung des Ozeans die Wellen gegen den Rumpf des Kreuzfahrtschiffs, das auf das 185 Kilometer entfernte Neufundland (Kanada) zuhält.

Dann springt der junge Mann in die Dunkelheit, ins zehn Grad kalte Wasser des Atlantikausläufers Labradorsee. Das Schiff fährt mit einer Reisegeschwindigkeit von 20 Knoten (ca. 37 km/h) weiter. Als man seinen Sprung bemerkt und die Besatzung die Maschinen stoppt, um ein Wendemanöver einzuleiten, ist der Dampfer schon viele hundert Meter weiter...

So oder so ähnlich muss sich das Verschwinden von Daniel Küblböck vor genau einem Jahr zugetragen haben. Am 9. September 2018 bekam das moderne Märchen vom wundersamen Auf- und Abstieg des Daniel Küblböck aus Niederbayern einen ebenso tragischen wie rätselhaften Höhepunkt - und Schluss.

Mit "DSDS" ins Rampenlicht

Schräger Vogel! So fiel das erste Urteil über ihn aus. Und, etwas distanzierter: schriller Typ! Da war ein Junge aus Hutthurm bei Passau auf die Bühne der RTL-Show "Deutschland sucht der Superstar" (DSDS) gehüpft. Direkt vor die Jury um Dieter Bohlen (65).

Der schrille Typ war gerade mal 17 Jahre alt und hatte eine Ausbildung zum Kinderpfleger begonnen, als er sich beim RTL-Casting beworben hatte. Ein Junge, dessen Drang nach mehr so viel stärker war, als die Scheu vor der großen Welt da draußen. Als Sänger wollte er antreten und ein Superstar werden. Ein nettes, etwas vorlautes Kerlchen mit Hornbrille, langen Haaren, lustigen Augen und einem spitzbübischen Lächeln.

Dieter Bohlen und seine Mitstreiter hatten alle möglichen und unmöglichen Talente gesichtet und abgebügelt. Doch diesmal waren sie von diesem Daniel mit dem ungewöhnlichen Nachnamen verblüfft, nein, von den Socken! Richtig singen konnte der nicht wirklich, doch dies tat er mit einer hinreißenden Inbrunst. Und er bewegte sich auf der Bühne wie ein Pop-Derwisch, dem sein Manager etwas in den Kaffee geschüttet hatte.

Das Ergebnis: Platz drei in der ersten Staffel von "DSDS" - und Deutschland sprach von Daniel Küblböck, wie man von einem großen Star spricht. Unentwegt! Er war in allen Medien präsent. Daniel kam mit seiner ersten Single "You Drive Me Crazy" (produziert von Dieter Bohlen) heraus, er gab Konzerte, sogar unplugged, er drehte einen Werbespot für eine Molkerei, und mit 18 Jahren schrieb er seine erste Autobiografie (mit Hilfe der Journalistin Julia Boenisch).

Er wurde "Brillenträger des Jahres 2003", die "Bravo" gab ihm einen silbernen Otto als "zweitbestem Nachwuchskünstler", bei den New Faces Awards zeichnete man ihn als besten Newcomer 2003 aus.

Die Schattenseiten des Rampenlichts

Da muss er bereits gespürt haben, dass seine Art der Popularität noch eine andere Seite hatte, eine wesentlich dunklere. Da lief "die Vorurteilsmaschine bei schierer Nennung seines Namens bereits auf Hochtouren" (Tagesspiegel). Es folgten Auftritte in TV-Formaten wie "Big Brother" oder dem RTL-Dschungelcamp und schließlich der vielbelachte Unfall mit einem Gurkenlaster, den Küblböck ohne Führerschein verursachte und bei dem er schwer verletzt wurde.

"Da saß er nun mit all dem Ruhm und Spott, dem schnellen Geld und noch schnellerem Hass im Vorgestern: nach rasantem Gipfelsturm tief im Tal abgedankter B-Promis wie im 'Dschungelcamp', ein Fossil des Trash-TV im Teenageralter", so beschreibt die Berliner Zeitung "Tagesspiegel" die Situation des vormaligen Publikumslieblings Daniel Küblböck.

Zuvor hatte er sich von einer 70-jährigen Millionärin auf Mallorca adoptieren lassen. Fortan gab er sich den Künstlernamen Daniel Kaiser (nach seiner Adoptivmutter). Über sein Zwischenspiel als erfolgreicher Geschäftsmann und Investor in Solaranlagen wurde stets im Konjunktiv berichtet: Er habe nach eigenen Angaben Millionen verdient. Seine Vermarktungsfirma "Positive Energie GmbH" wurde 2013 im Handelsregister gelöscht. Eine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2014 wurde von der Jury des NDR abgelehnt.

Mobbing-Vorwürfe