Wenn sie dann, ganz am Ende von "Falscher Hase", ihrem geliebten Ehemann Hayo Lohmann (Peter Trabner, 50) unter Tränen gesteht, "Ich hab was ganz Schlimmes gemacht", fühlt man dank Schuberts Leistungen fast so etwas wie Mitleid mit dieser Dreifachmörderin, die am Ende aus einem der niedrigsten Motive überhaupt gemordet hat: Geld.
Ganz klar ist es der Verdienst von Schubert, das "Falscher Hase" nicht gänzlich in der Belanglosigkeit dahindümpelt. Denn die mit Figuren überfrachtete, bisweilen nicht ganz nachvollziehbare Geschichte des Films überzeugt nur mittelmäßig. Schubert hingegen brilliert in ihrer Rolle derart, dass es das Einschalten lohnt.
Die ausgebildete Theater- und Filmschauspielerin ist kein unbeschriebenes "Tatort"-Blatt. Im Jahr 2018 spielte sie mit "Tatort: Anne und der Tod" und "Tatort: Die harte Kern" in zwei der beliebten Krimi-Episoden mit. Mehrere Auszeichnungen bezeugen das schauspielerische Talent der 42-Jährigen. 2018 wurde sie für "Zuckersand" mit dem Grimme-Preis nominiert, 2015 bekam sie für "Ein Geschenk der Götter" den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin.