Angesichts von neuen Milliardenverlusten durch die Corona-Pandemie und die zuletzt von der Flutkatastrophe verursachten Schäden hatte die Bahn einen länger laufenden Tarifvertrag sowie spätere Erhöhungen in Stufen angebotenl. In den letzten Tagen hatte der Personalchef der Deutschen Bahn, Martin Seiler, einen möglichen Streik als "Attacke auf das ganze Land“ bezeichnet. Eine Bahn-Sprecherin hatte bereits am Montag gesagt, dass ein möglicher Streik sowohl Bahnkunden als auch Beschäftigte wie ein "Schlag ins Gesicht“ treffen würden. Von Seiten der Bahn waren der GDL eine Lohnerhöhung in zwei Schritten abngeboten worden. Und zwar 1,5 Prozent mehr Lohn ab dem 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zusätzlich ab den 1. März 2023 in einem bis Juni 2024 laufenden Tarifvertrag. Allerdings hätte das Bahnpersonal in diesem Fall die Erhöhung von 3,2 Prozent erst 2023 erhalten.
Von Seiten der Bahn gibt es bisher keine Details, welche Notfallpläne es für den nun bestätigten Streik geben wird. Zuletzt hatten die Lokführer vor 6 Jahren gestreikt. Damals waren rund 1 Drittel der Fernverbindungen weiter durchgeführt worden. Sowohl ein Großteil der Regionalbahnen und viele S-Bahnen waren damals aber ausgefallen. Der Streik bei der Bahn könnte auch bei deren Konkurrenz zu Einschränkungen führen. Selbst bei einem Streik haben Bahnkunden allerdings Anspruch auf Entschädigung. Bei Zugausfällen erhalten die Kunden den vollen Fahrpreis für ihre Fahrkarten zurück. Bei Verspätungen von 1 Stunde gibt es 25 Prozent des Fahrpreises für die einfache Fahrt zurück. Summiert sich die Verspätung auf 2 Stunden werden sogar 50 Prozent des Fahrpreises für die einfache Fahrt erstattet. Um diese Entschädigung zu erhalten, müssen die Kunden der Bahn ein Formular ausfüllen und dieses in einem DB Reisezentrum abgeben oder an das Servicecenter Fahrgastrechte senden (Adresse: DB Dialog GmbH Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt am Main).