Trotz Corona-Pandemie haben zahlreiche deutsche Urlauber ihre Reisen ins Ausland angetreten. Angesichts der steigenden Zahlen durch die Delta-Variante durchaus ein Risiko. Nun fordert Frank Ulrich Montgomery, der Chef des Weltärztebundes, einen negativen Corona-Test bei der Rückkehr nach Deutschland. Dieser Test sollte nach Montgomerys Meinung auch für Geimpfte und Genesene verpflichtend sein.
Der Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery (69) hat gegenüber der Funke Mediengruppe einen verpflichtenden Corona-Test für sämtliche Reiserückkehrer vorgeschlagen: "Alle Einreisenden müssen ausnahmslos einen negativen Corona-Test vorlegen, auch Geimpfte und Genesene.“ Nach Montgomerys Meinung sei ein solcher Schritt für die Urlauber zumutbar. Dabei wurden die Regeln gerade erst geändert. Seit dem 1. August müssen bereits alle Rückkehrer ab 12 Jahre einen negativen Corona-Test vorlegen, wenn sie über keinen Impf- oder Genesenennachweis verfügen. Dabei ist es unerheblich, ob die Einreise nach Deutschland in einem Flugzeug, der Bahn oder im eigenen Auto erfolgt. Die Bundespolizei soll die Maßnahmen in Grenzgebieten nun verstärkt kontrollieren. Montgomery begründet seine Forderung damit, dass zuletzt immer mehr Impfdurchbrüche bei doppelt geimpften Menschen festgestellt wurden. Nach Zahlen des Robert-Koch-Institut (RKI) wurden bisher insgesamt 7.500 Fälle von infizierten Personen entdeckt, die bereits beide Impfungen gegen das Coronavirus erhalten hatten. "Wer sich eine Auslandsreise leisten kann, kann sich auch einen Schnelltest leisten“, ist sich Montgomery sicher.