Der französische Präsident hat zu der Social-Media-Geschichte nun am Rande des G7-Gipfels in Biarritz Stellung bezogen. Er bezeichnete das Verhalten seines Kollegen als "überaus respektlos". "Was kann ich Ihnen sagen? Das ist traurig, das ist traurig, aber das ist traurig zuerst für ihn und die Brasilianer." Sie seien ein großartiges Volk und schämten sich vermutlich für ihren Präsidenten, schoss Macron zurück. Er hoffe auf ein baldiges Ende von Bolsonaros Amtszeit.
Bolsonaro ließ die Riposte ebenfalls nicht unkommentiert und wiederholte auf Twitter seinen Vorwurf, Macron mische sich in kolonialistischer Weise in die Angelegenheiten Brasiliens ein. "Wir können nicht akzeptieren, dass ein Präsident, Macron, unangemessene und ungerechtfertigte Attacken gegen das Amazonasgebiet fährt", schrieb der Präsident. Auch mehrere Mitglieder seiner Regierung holten zu Verbalattacken auf den Franzosen aus.
Hintergrund des Streits ist Bolsonaros Umweltpolitik und Frankreichs Reaktion auf diese sowie die Brände im Amazonasgebiet. Ein Ende des Streits scheint nicht in Sicht zu sein.