Am nächsten Tag soll der Tatverdächtige dann auch noch seine eigene Mutter getötet haben, die ihn gegen 14 Uhr besuchen gekommen war, weil ihr Sohn sie darum gebeten hatte. Kaum hatte Kirsten E. die Wohnug betreten, stach ihr Sohn insgesamt 63 Mal auf sie ein. Später stellte die Polizei fest, dass Florian E. sogar die Hundewelpe seiner Freundin umgebracht hatte. Den kleinen Hund fand die Polizei mit eingeschlagenem Schädel in einem Straßengraben. Nach Auffassung der Staatsanwalt soll der Mann zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein, weil er unter paranoider Schizophrenie leide und somit für die Allgemeinheit gefährlich ist. Aus diesem Grund will die Staatsanwaltschaft die Einweisung in eine geschlossenen Psychiatrie anstreben. Überraschenderweise war der Angeklagte bei Prozessbeginn ohne Handschellen in den Gerichtssaal gekommen, obwohl er auch nach seiner Festnahme mehrere Bewacher angegriffen und auf einen seiner behandelnden Psychologen eingeschlagen habe. Angeblich soll E. die Polizisten gebeten haben, ihm aus Sicherheitsgründen lieber Handschellen anzulegen. Zur den Taten wollte sich der Angeklagte erst einmal nicht äussern. Am Donnerstag soll der Prozess dann fortgesetzt werden.