Der Orientierung auf dem Gelände dient wie in den vergangenen Jahren auch 2019 die offizielle App zur Messe, die unter anderem einen genaue 3D-Karte bietet, Aussteller und Highlights bündelt und auch sonst alle wichtigen Informationen rund um die Gamescom bereitstellen soll. Weitere wichtige Tipps für einen reibungslosen Besuch hat die Messe auf ihrer Homepage gesammelt.
Es geht nicht nur um die SpieleDas Leitthema der Messe lautet in diesem Jahr "Gemeinsam sind wir Games" - das bedeutet die Spielerinnen und Spieler sollen im Mittelpunkt stehen. Im Games-Bereich greifen die Hersteller immer stärker auf das Feedback ihrer Kunden - die Community - zurück. Sei es über öffentliche Test-Phasen von Spielen, über das Einsammeln von Nutzerdaten oder die Einbindung der Fans in den Entwicklungsprozess.
Für die Messe bedeutet das konkret, dass mit 210.000 Quadratmetern unter anderem mehr Ausstellungsfläche dafür sorgen soll, dass sich die Besuchermassen etwas mehr entzerren als in den Vorjahren. Mit "gamescom: Opening Night Live" wurde die Eröffnungsveranstaltung außerdem am Montag im Internet übertragen.
In Halle 11.2 steht dieses Jahr zudem erstmals eine neue Eventfläche bereit, wo Autogrammstunden stattfinden werden sowie ein Skateboard-Cup und Rennen mit ferngesteuerten Rennwagen ausgetragen werden.
Jüngeren Besuchern, Familien und Schulklassen bietet das "family & friends"-Umfeld in Halle 10.2 dieses Jahr zahlreiche Angebote, bei denen unter anderem Spielprogrammierungs-Workshops und das Bauen und Programmieren von Robotern im Vordergrund stehen sollen.
Das sind die Messe-TrendsZwei Trends haben die Veranstalter vorab identifiziert: sogenanntes "Cloud-Gaming" und "Indie-Games". Gemeint ist damit einerseits die Bereitstellung technisch anspruchsvoller Spieltitel über das Internet, eine Art "Netflix für Videospiele" also. In Köln wird Google seinen neuen Service Stadia in diesem Zusammenhang erstmals auch Konsumenten als Hands-on-Erfahrung vorstellen. In Halle 9.1 können also alle Messebesucher ausprobieren, was der Dienst leisten kann.
"Indie-Games" auf der anderen Seite sind Spiele, die von kleinen, finanziell oft unabhängigen Entwicklerstudios entwickelt werden, und die sich über Konzeption, Finanzierung und Testphasen oft stark auf die Unterstützung aus der Community verlassen. Passend zum Trend hat die Gamescom dieses Jahr wieder eine "Indie Arena Booth" zu bieten, mit mehr als 100 Titeln auf fast 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. In Halle 10.2 können dort vor allem Games von deutschen Studios ausprobiert werden, etwa das Adventure "Siebenstreich" vom Entwickler Golden Orb.
Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verband der deutschen Games-Branche, sieht in beiden Bereichen für Deutschland viel Entwicklungsmöglichkeit: "Ob Cloud-Gaming oder Indie-Games: Die diesjährigen Gamescom-Trends zeigen ganz besonders die großen Potenziale Deutschlands, zu einem der internationalen Hotspots der Games-Branche zu werden."