"Tatort: Nemesis": So wird der neue Krimi aus Dresden

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"Tatort: Nemesis": So wird der neue Krimi aus Dresden

Stars (2 / 1) 28.12.2020 16:48 / Torben Symbolbild MDR/W&B Television/Daniela Incoronato


Lohnt sich das Einschalten?

Ja, auf jeden Fall. Er macht genau das, was ein Krimi am Sonntagabend tun soll: unterhalten und Spannung erzeugen. Zugegeben: Wer ein wenig mitdenkt, der wird relativ schnell erahnen, wer der Täter ist und welches Motiv dahinter steckt, dennoch kommt in den 90 Minuten kaum Langeweile auf. Der Twist am Ende ist vielleicht ein wenig unrealistisch, aber geschenkt. Es ist ein solider, guter Film mit ordentlichen Dialogen und starken Schauspielern, der einige Überraschungen aufbietet, ohne zu viel Verwirrung zu stiften. Ein kompletter Durchschnitts-"Tatort", ohne dies auch nur im Geringsten abwertend zu meinen.

Wenn man jedoch etwas kritisch anmerken möchte, dann die Auswahl der Darsteller neben dem Hauptcast. Für die - zugegebenermaßen - starke Schauspielerin Britta Hammelstein (38) ist "Nemesis" bereits der achte "Tatort" in den letzten acht Jahren. In den bisher vier ausgestrahlten "Tatort"-Filmen mit Til Schweiger aus Hamburg übernahm Hammelstein sogar die wiederkehrende Rolle der Polizistin Ines Kallwey, Kollegin von Nick Tschiller (Schweiger) und Yalcin Gümer alias Fahri Yardim.

Auch Uwe Preuss (58) ist als "Polizeiruf 110"-Kommissar aus Rostock ein fest gebuchter Gast am Sonntagabend im Ersten. Dort spielt er den Chef von Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Sascha Bukow (Charly Hübner), den Kommissariatsleiter und Kriminalhauptkommissar Henning Röder. Warum es wirklich notwendig ist, immer wieder auf dieselben paar Dutzend Krimi-Schauspieler zurückzugreifen, bleibt wohl ein Geheimnis der Macher.