Zum Stichtag am 4. Juni hatten insgesamt 25 Millionen Deutsche den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 erhalten. In den letzten Monaten war jedoch der Großteil der Infektionen bei ungeimpften Menschen aufgetreten. Die Mehrheit der Geimpften in Deutschland haben den Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht bekommen. Allerdings spielen sämtliche weiteren Impfstoffe bei der Impfkampagne in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Die nun veröffentlichten Zahlen lösen beim Robert-Koch-Institut keine Sorge aus. Anhand der Zahlen können man davon ausgehen, dass sich "die hohe Wirksamkeit" der Impfstoffe aus den klinischen Studien nun auch in dern Realität bewahrheitet habe. So liegt die geschätzte Effektivität der Impfungen bei der Altersgruppe zwischen 18 und 59 Jahren bei 92 Prozent, während sie bei den über 60 Jahre alten Menschen 91 Prozent beträgt.
Der aktuellen Lagebericht des RKI warnt zudem vor den Auswirkungen der besorgniserregenden Delta-Variante. Besonders für die ungeimpfte Bevölkerung stelle diese ein hohes Risiko dar. "Es lassen sich wieder mehr Infektionsketten nachvollziehen, aber Ausbrüche vor allem in Privathaushalten, Kitas, Schulen sowie dem beruflichen Umfeld treten weiterhin auf", schreibt das RKI. Zudem sollen die Varianten offenbar zu schwereren Krankheitsverläufen führen, wie es im Lagebericht heißt. Deshalb hält man von Seiten des RKI neben dem Aufspüren der Infektionsfälle und der Kontakt-Nachverfolgung auch Maßnahmen zur Reduzierung von Kontakten für erforderlich. Aktuell sind jetzt bereits 33,9 Millionen Bundesbürger vollständig gegen Covid-19 geimpft worden. Damit liegt der prozentuale Anteil nun bereits bei 40,8 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland. Allerdings scheint es notwendig wegen der Delta-Variante mindestens 80 Prozent der Bevölkerung zu immunisieren, damit die Herdenimmunität erreicht werden kann.