Unterdessen wurde Lauterbach von der SPD in Nordrhein-Westfalen lediglich auf Platz 23 der Liste für die Bundestagswahlen platziert. Um erneut ins Parlament gewählt zu werden, müsste der SPD-Politiker deshalb das Direktmandat in seinem Wahlkreis (Leverkusen-Köln IV) gewinnen. "Ich bilde mir ein, dass ich bei den Mitgliedern der SPD sehr beliebt bin", glaubt Lauterbach und fügt dann noch eine kleine Kritik an: "Dass es ein paar Funktionäre gibt, die bei der Aufstellung der Listen zuerst sich selbst berücksichtigen, war leider schon immer so." 2019 hatte sich Lauterbach unter anderem zusammen mit Nina Scheer für den Parteivorsitz der SPD beworben. "Ich wäre sehr gern Parteivorsitzender der SPD geworden und ja, ich habe mich damals für das vorzeitige Ende der Großen Koalition eingesetzt." Dass es letztendlich nicht so gekommen sei, war laut Lauterbach "ein Segen". "Die GroKo hat die Pandemie wirklich gut bewältigt", beurteilt der Gesundheitsexperte die in der Pandemie getroffenen Entscheidungen. "Mit jeder anderen Regierung hätte es vermutlich mehr Tote gegeben", ist sich Lauterbach sicher.