Gesundheitsminister Spahn ist mit dem aktuellen Impffortschritt zufrieden. Allerdings habe das Impftempo in den letzten Wochen abgenommen. In den Impfzentren gibt es nun noch freie Termine, die nur nach und nach gefüllt werden. Spahn plädierte dafür, beliebte Aktivitäten der Menschen mit einer Impfpflicht zu verbinden, wie zum Beispiel den Besuch von Konzerten und Fußballspielen. Damit könne man einem Effekt erzielen, damit die Impfung vor allem für die Zweifler einen Unterschied mache. Ab dem Herbst sollen dann in den Impfzentren Auffrischungen der Impfungen angeboten werden.
Zudem arbeite man daran zukünftig nicht mehr alleine den Inzidenzwert für die Entscheidungsfindung zu nutzen, sondern zum Beispiel die Belegung der Intensivbetten und die Anzahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern mit aufzunehmen. Nach den Sommerferien erwartet Spahn einen Anstieg der Infektionszahlen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier will die Schulen nach den Sommerferien unbedingt offen halten. Doch es gab auch Kritik an zahlreichen Situationen der Gegenwart. Vor allem der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl kritisierte die gefüllten Stadien bei der EM, der offene "Ballermann" auf Mallorca und die bis auf den letzten Platz gefüllten Flugzeuge. Unter diesen Umständen sei eine neue Corona-Welle nur eine Frage der Zeit, ist sich Strobl sicher.