Rekordtote in Russland gemeldet! Corona wütet mit den Mutationen immer stärker

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Rekordtote in Russland gemeldet! Corona wütet mit den Mutationen immer stärker

News (2 / 1) 30.06.2022 23:33 / Torben Symbolbild imago


"Die Situation in Moskau bleibt extrem schwierig", sagte Sobjanin. In der Hauptstadt seien fast 15.000 Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten belegt und die Zahl der Neuinfektionen sei weiter auf einem "sehr hohen Niveau". 90 Prozent der Infektionen in Moskau sind nach Angaben von Sobjanin inzwischen auf die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante des Coronavirus zurückzuführen, die deutlich ansteckender ist als bisherige Varianten. Am Wochenende hatte Sobjanin alle Einwohner nochmals eindringlich dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. In Russland, das schon früh einen eigenen Impfstoff hatte, ist die Impfskepsis besonders verbreitet. Erst 22,2 Millionen der 146 Millionen Russen erhielten nach Angaben der Gogow-Website, die angesichts fehlender landesweiter Statistiken Daten aus den Regionen zusammenträgt, bisher mindestens eine Impfdosis.

Impfkampagne muss schneller werden

Das Ziel der russischen Regierung, bis zum Herbst 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen, ist damit nicht mehr zu erreichen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag einräumte. Erst seit dieser Woche nehme die Zahl der Impfwilligen zu, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin. Auch Gesundheitsminister Muraschko sprach von einem "deutlichen Anstieg" der Impfrate. Der Grund für den Stimmungsumschwung könnten verschärfte Pandemie-Bestimmungen sein, die seit dieser Woche in Moskau gelten: Unternehmen müssen 30 Prozent ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice schicken - Geimpfte sind davon aber ausgenommen. Zutritt zu Restaurants haben nur noch Moskauer, die vollständig geimpft sind, in den vergangenen sechs Monaten eine Corona-Infektion durchgemacht haben oder einen negativen PCR-Test vorweisen können. Moskau ordnete zudem als erste russische Stadt eine Impfpflicht an. Dienstleistungsunternehmen müssen künftig nachweisen, dass 60 Prozent ihrer Belegschaft geimpft sind. Mindestens ein dutzend andere russische Regionen folgten dem Beispiel der Hauptstadt.