Eine Reaktion aus China hatte nicht lange auf sich warten gelassen. Ein Vertreter der chinesischen Regierung warf der UN am Sonntag in Genf vor, das Land zu "verleumden“. China "wehrt sich entschieden gegen diese Anschuldigungen und weist sie kategorisch zurück“, erklärte der chinesische Diplomat. Er warf den UN-Experten mangelndes "rudimentäres Denk- und Urteilsvermögen“ vor. Desweiteren bezeichnete der Diplomat die Hinweise im UN-Bericht als "Desinformation antichinesischer separatistischer Kräfte“. Seit 2006 berichteten Mitglieder von Falun Gong, dass bei ihren inhaftierten Glaubensbrüder Hinrichtungen vorgenommen würden, damit man ihnen ihre Organe rauben könne. Diese Vorwürfe hatten sich nach unabhängigen Ermittlungen der kanadischen Menschenrechtsanwälte David Matas und David Kilgour offenbar bestätigt. Diese sprachen mit der Ehefrau eines Arztes, der bei mindesten 2.000 hingerichteten Häftlingen die Hornhaut entfernt haben will. Zuvor hätte man den Häftlingen Spritzen verabreicht, die zum Herzversagen geführt hatten. Seit 2015 ist die Organentnahmen bei hingerichteten Häftlingen offiziell verboten. Stattdessen würde das chinesische Regime nun scheinbar auf mal mehr, mal weniger "freiwillige Organspenden“ setzen.