Auch in den deutschen Nachbarländern hatte das Klima für Turbulenzen gesorgt und zum Teil schwere Schäden verursacht. Im belgischen Beauraing wurde am Samstag gar ein Tornado gemeldet. Bei diesem Naturereignis waren 17 Menschen leicht verletzt worden und 92 Gebäude trugen Schäden davon, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Auf Bilder sieht man abgedeckte Dächer, zerborstene Scheiben und beschädigte Autos. Insgesamt zehn Wohnhäuser seien so schwer beschädigt worden, dass sie nun unbewohnbar sind. In den Niederlanden war es ebenfalls zu schweren Unwetterschäden gekommen, Dort waren westlich von Utrecht insgesamt sechs Häuser stark beschädigt worden, Heftiger Wind bei den Unwettern hatte dafür gesorgt, dass im Nationalpark Heuvelrug bei Utrecht mehrere tausend Bäume umgeknickt waren. Auch hier könnte sich ein Tornado gebildet haben. Zur Zeit werten die Klimatologen die Wetterdaten allerdings noch aus.
Unterdessen steigt in Deutschland von Tag zu Tag die Gefahr von Waldbränden. In Brandenburg kämpfen die Feuerwehrleute bereits gegen einen Großbrand, der sich auf einer Fläche von gut 10 Hektar bei Bötzow (Oberhavel), nordwestlich von Berlin ausbreitet. Noch konnten die Einsatzkräfte den Brand nicht unter Kontrolle bekommen.
Aus diesem Grund hat Brandenburg nun in zahlreichen seiner Kreise nach Angaben des Umweltministeriums die landesweit höchste Gefahrenstufe fünf für Waldbrände ausgerufen. Auch in anderen Bundesländern drohen wegen der anhaltend hohen Temperaturen weitere Brände.