Experten sicher - Schulschließungen waren falsch! Professor kritisiert Bundesregierung

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Experten sicher - Schulschließungen waren falsch! Professor kritisiert Bundesregierung

News (1 / 1) 07.06.2022 23:34 / Tim Symbolbild imago


Schwere Kritik an den Entscheidungen der Bundesregierung während der Corona-Pandemie übt nun Prof. Nikolaus Haas. Der Direktor der der Abteilung für Kinderkardiologie und Intensivmedizin im Klinikum Großhadern kritisiert vor allem die ständigen Schulschließungen im Verlauf der Pandemie. Der Professor ist sicher: "Ein Kind in Deutschland wird eher vom Blitz getroffen, als dass es wegen einer Covid-Erkrankung auf der Intensivstation landet“

Waren die Schulschließungen nicht notwendig?

Viele Monate war ein Großteil der Schulen in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie geschlossen worden. Und zwar offenbar völlig zu Unrecht, wie Professor Nikolaus Haas (56) vermutet, der das Infektionsrisiko der Kinder für sehr gering hält. Haas ist sich sicher, dass es statistisch gesehen wahrscheinlicher ist, dass ein Kind vom Blitz getroffen wird, als schwer am Coronavirus zu erkranken. "Die Schließungen von Schulen und Kitas hätten nicht sein müssen, wie Zahlen belegen“, ist sich Haas sicher. Von insgesamt 14 Millionen Kindern in Deutschland waren rund 1.200 am Coronavirus erkrankt. 75 Kinder mussten auf der Intensivstation behandelt werden. Bis heute waren lediglich 4 Kinder gestorben. Um seine These zu beweisen, sammelte der Mediziner Daten vom Statistischen Bundesamt und wertete diese dann aus. So sterben in Deutschland 55 Kinder pro Jahr bei Verkehrsunfällen, 35 werden ermordet und 49 ertrinken. Mit diesen Aussagen rückt der Professor die Schulpolitik von Bund und Länder in ein schlechtes Licht. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten wegen des angeblichen Ansteckungsrisiko der Kinder immer wieder Schulen geschlossen. Wie es scheint, war dies allerdings eine ziemliche Fehleinschätzung!

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