Seit Freitag wurden die rund 200 Bewohner des Dresdner Hochhauses getestet und dürfen das Gebäude bis zum Dienstag nicht verlassen. Die Hauseingänge werden von Polizisten überwacht. Am Sonntagmorgen lagen nun ein Großteil der Testergebnisse vor. Insgesamt 7 Infektionsfälle wurden bisher entdeckt, von denen 3 wohl auf Corona-Variante Delta hinweisen. "Nach aktuellem Ermittlungsstand zeigen sich in den zunächst 170 analysierten Proben sieben positive Testergebnisse. Da ein spezielles PCR-Verfahren angewendet wurde, besteht nach ersten Erkenntnissen bei drei positiv getesteten Personen der Verdacht einer Infektion mit der sogenannten Delta-Variante“, teilt das Gesundheitsamt der Stadt offiziell mit.
Kein Wunder also, dass nun auch die Bewohner des Hauses besorgt sind. Der verstorbene Inder hatte in einer WG in dem Hochhaus gelebt und dabei Kontakt zu weiteren Personen. Allerdings ist noch nicht klar, ob sich der Krankheitsausbruch bei dem Mann verzögerte oder ob er sich eventuell erst nach der Einreise infiziert hatte. Geradezu unglaublich erscheint die Tatsache, dass es bisher noch unklar ist, ob der Mann tatsächlich an der Corona-Variante Delta gestorben ist. In diesem Zusammenhang kritisierte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit (42) vom Bernhard-Nocht-Institut die lokalen Behörden: "Wenn es wirklich eilt, gibt es Labore, die das innerhalb eines Tages klären können.“