Präsenzunterricht nach den Sommerferien! Minister machen Druck - so ist der Stand

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Präsenzunterricht nach den Sommerferien! Minister machen Druck - so ist der Stand

News (2 / 1) 05.06.2022 23:33 / Günter Symbolbild imago


Im Förderprogramm des Bundes stünden noch knapp 500 Millionen Euro bis Ende 2021 zur Verfügung. "Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre Möglichkeiten nutzen könnten, dieses Angebot des Bundes bei den Schulträgern bekannt zu machen", schrieb Karliczek dem Bericht zufolge. Die Bundesregierung will außerdem zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um Schülerinnen und Schüler beim Aufholen von Lerndefiziten zu unterstützen und zusätzliche Freizeitangebote zu finanzieren. Integrationsstaatsministerin Widmann-Mauz forderte, bei diesem sogenannten Aufholprogramm Kinder mit Zuwanderungsgeschichte besonders in den Blick zu nehmen. Es müsse sichergestellt werden, "dass mit den Förderangeboten auch Kinder und Jugendliche mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte erreicht werden", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Als Beispiele nannte Widmann-Mauz Angebote zur frühkindliche Sprachförderung, aber auch außerschulische Freizeit- und Begegnungsangebote. Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler forderte als Lehre aus der Pandemie, die Klassengröße in den unteren Jahrgängen herabzusetzen. "Eine Klassengröße von 15 Kindern pro Grundschulklasse" müsse das Ziel sein, sagte sie den Funke-Zeitungen. Wem es ernst sei mit dem Ziel, den Kindern das Aufholen zu ermöglichen, der müsse hier ansetzen. "Das Lernen fällt leichter, Inklusion funktioniert besser, und das Wohlbefinden ist höher", sagte Wissler zu den Vorteilen kleinerer Klassen. Die Richtgröße von 15 Kindern sei "nicht sofort erreichbar, aber utopisch ist es nicht". Nötig seien "ein bundesweites Programm für mehr Lehramtsstudienplätze und die Umwandlung von befristeten in sichere Stellen".