"Die Ergebnisse unserer Studie bedeuten nicht, dass man gar keine Schnelltests benutzen sollte“, erklärt Prof. Drexler. "Die Menschen sollten sich aber bewusst sein, dass es sich lediglich um eine Maßnahme zum Verringern des Risikos handelt. Ein negatives Ergebnis ist kein Freifahrtschein“, mahnt Drexler zur Vorsicht.
Wer auf Nummer sicher gehen will, solte daher auf PCR-Tests setzen, die nach Ansicht der Experten deutlich zuverlässiger sind. Aus diesem Grund werden auch positive Ergebnisse bei den Schnell- und Selbsttest immer noch einmal durch einen PCR-Test überprüft.
Erste Erfahrungswerte zeigen, dass es bereits jetzt zu zahlreichen falschen Ergebnissen gekommen ist. "Das sind schon jetzt sehr viele geworden, die sich allerdings in mehr als der Hälfte der Fälle als falsch positiv herausstellen“, macht Laborarzt Bobrowski gegenüber der "Bild“ deutlich. Deshalb fordert der Berufsverbandes der Laborärzte die Testverfahren weiter zu verbessern und gegebenenfalls das Zulassungsverfahren zu verschärfen. "Wir sollten uns überlegen, ob es wirklich Sinn macht, die Leute auf diese Art jeden Tag durchzutesten“, stellt Bobrowski in den Raum. Bobrowski plädiert sogar dafür zahlreiche der Testzentren zu schließen. "Alle anderen brauchen im Sommer dringend klimatisierbare Container“, empfiehlt Bobrowski. Diese Steuergelder empfiehlt Bobrowski stattdessen lieber für das Impfen und eine kluge Impferfassung verwenden. "Das ist die Zukunft und jetzt wirklich wichtig“, zeigt Bobrowski die aktuellen Prioritäten auf.