Viele Menschen fragen sich beispielsweise, ob man im Homeofffice auch unfallversichert ist. Zu diesem Thema äussert sich Anwalt und Rechtsexperte Arndt Kempgens (52): "Das betrifft nur Unfälle, die nicht mit der eigentlichen Arbeit zu tun haben. Beispiel: Der Sturz auf dem Weg vom Büro zur Kantine ist versichert, der Sturz im Homeoffice auf dem Weg zum Kühlschrank nicht.“ Ob sich die Arbeit im Homeoffice für die Unternehmen positiv oder negativ auswirkt, soll nun untersucht werden. Allerdings sinken die Einnahmen der Wirtschaft durch das Homeoffice um rund 15 Milliarden Euro, weil die Arbeitnehmer kein Geld mehr auf dem Arbeitsweg ausgeben. Doch das Arbeiten im Homeoffice hat auch einen positiven Effekt. So schätzt der
Verkehrsclub Deutschland (VCD), dass durch die Arbeit im Homeoffice der Ausstoss von drei Millionen Tonnen Treibhausgasen pro Jahr vermieden werden kann. Umstritten ist auch, wie es mit der Arbeitsleistung im Homeoffice aussieht. Während in einer DAK-Umfrage 59 Prozent der Arbeitnehmer angeben, im Homeoffice produktiver zu sein, kommen Studien der Deutschen Bank zu einem anderen Ergebnis. Die Studie zeigt auf, dass das Arbeiten durch erschwerte Kommunikation und EDV-Probleme weniger effektiv ist.
Überraschenderweise klagen viele Mitarbeiter im Homeoffice über gesundheitliche Problem. Etwas mehr als jeder 3. Arbeiter, der im Homeoffice arbeitet klagt vermehrt über Kopfschmerzen und Verspannungen im Rücken. Zudem haben viele Homeoffice-Arbeiter eine deutliche Zunahme von Gewicht experimentiert. Unter anderem soll es vereinzelt auch zu Problemen mit den Augen gekommen sein. Trotzdem scheint sich ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice wohler zu fühlen als vor Ort im Büro. 62 Prozent der Befragten einer Insa-Umfrage geben an vorwiegend positive Erfahrungen bei der Arbeit im Homeoffice gemacht zu haben. Nur sechs Prozent der Befragten schätzen die Arbeit im Homeoffice als schlecht ein.