Während einige Bundesländer lieber noch ein wenig mit den Öffnungen der Schulen abwarten wollen, sind andere bereits in den Präsenzunterricht zurückgekehrt. So war der Schulbetrieb in Hessen bereits am 12. Mai wieder aufgenommen worden und in Schleswig-Holstein sind die Schulen seit dem 17. Mai wieder offen. In Mecklenburg-Vorpommern wird seit dem 23. Mai wieder Präsenzunterricht angeboten. Im Unterschied dazu haben die Bundesländer Bremen und Brandenburg angekündigt, ihr Schulen ab dem 7. Juni wieder zu öffnen. Gleiches gilt auch für Sachsen-Anhalt, allerdings mit der Ausnahme, dass die Schulleitungen der verschiedenen Schulen auch eine Öffnung ab dem 31. Mai durchführen können, falls es die Pandemie-Lage im jeweiligen Landkreis zulässt. In Bayern sind noch bis zum 4. Juni Pfingstferien und dort soll dann ab dem 7. Juni überall dort wieder Unterricht stattfinden, wo die Inzidenzwerte unter 50 liegen.
Nicht überall gibt es aber gute Nachrichten für die Schüler. In Berlin beispielsweise wird auch weiterhin bis zum Beginn der Sommerferien am 24. Juni Wechselunterricht stattfinden. In der deutschen Hauptstadt wird man sich dann als einziges Bundesland nach den Inzidenzwerten der jeweiligen Altersklassen der Schüler richten und nicht nach dem Inzidenzwert der Gesamtbevölkerung. Auch Rheinland-Pfalz plant erst in drei Wochen ab dem 21. Juni wieder in den Präsenzunterricht zurückzukehren. Kein Wunder, dass dieser Flickenteppich unterschiedlicher Regeln wieder für Kritik sorgt. "Es ist wie seit Ausbruch der Pandemie: Jedes Bundesland macht, was es will“, kritisiert die Vorsitzende des Bundeselternrats, Sabrina Wetzel, gegenüber dem „Handelsblatt“. "Wir fordern auch bei den Öffnungen eine einheitliche Linie“, stellte Wetzel klar. Denn natürlich seien die von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Regelungen für die Eltern schlicht nicht nachvollziehbar.