Wie Kochanek weiter erklärt, weise die hohe Anzahl an Proteinen auf eine nicht ausreichende Qualitätskontrolle bei der Herstellung des Impfstoffes hin. Mit einer Überarbeitung von Herstellungsprozeß und Qualitätskontrolle könne vieleicht sogar die Wirksamkeit des Impfstoffs erhöht werden, glaubt Kochanek. Virologe Alexander Kekulé (62) lobte die Ulmer Studie und hält die entdeckten Verunreinigungen zunächst nicht für gesundheitlich bedenklich. "Bloß weil es verunreinigt ist, heißt das nicht, dass was Schädliches drinnen ist", hatte Kekulé in seinem Corona-Podcast am vergangenen Donnerstag erklärt. "Auf der anderen Seite sind es eben über 1.000 Komponenten, über 1.000 verschiedene Proteine, die die gefunden haben. Also wenn man die Daten als Biochemiker ansieht, dann muss man schon sagen, das ist ziemlich erschreckend", verdeutlichte Kekulé, der gleichzeitig kritisierte, dass die Verunreinigungen der
Europäische Arzneimittelagentur (EMA) nicht aufgefallen seien. Nach Meinung von Kekulé hätte der Impfstoff keine Zulassung erhalten, wenn man die Verunreinigung dort erkannt hätte. "Die EMA hat jetzt ein Problem", glaubt der Virologe. Allerdings seien nach seiner Meinung die in seltenen Fällen auftretenden Hirnthrombosen eher nicht auf die Verunreinigungen zurückzuführen.