Wenn es nach der deutschen Politik ginge, dann sollten bei einer baldigen Zulassung des Biontech-Impfstoffes für Kinder zahlreiche Schüler noch vor dem Start des neuen Schuljahres geimpft werden. So hatte Bildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU) bereits am Wochenende einen Plan für die Impfungen von Kindern und Jugendlichen gefordert. Eine große Anzahl der Impfungen sollte dann zum Start des kommenden Schuljahres abgeschlossen sein, damit "nach den Sommerferien überall der Schulbetrieb wieder relativ normal beginnen kann“, forderte die CDU-Politikerin gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Am Donnerstag soll dieses Thema beim Impfgipfel zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer erötert werden. Allerdings müsste nach der Zulassung des Impfstoffes durch die EMA auch noch eine Prüfüng der Ständigen Impfkommsion (StiKo) erfolgen. Um die Kinder jedoch garantiert bis zum Ende der Sommerferien zu impfen, müsste mit dem Impfvorgang spätestens Mitte Juni gestartet werden. "Das erklärte Ziel ist, dass die Länder den minderjährigen Schülerinnen und Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen“, machte der Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Interview mit der "Bild am Sonntag" klar. Dieser Vorschlag wird sowohl vom Städte- und Gemeindebund und auch der Bildungsgewerkschaft VBE unterstützt. "Es ist geradezu fahrlässig, weiterhin nicht alle technischen Möglichkeiten zu nutzen, um ein möglichst sicheres Schulumfeld zu etablieren“, hatte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann (69) schon am Montag verdeutlicht.