Zusätzlich zu den bisher bestätigten Todesopfern sollen derzeit etwa 850 Menschen in Indien nach Angaben der britischen Tageszeitung
"Mirror" an dem Schwarzen Pilz erkrankt sein und deshalb in verschiedenen Krankenhäusern des Landes behandelt werden. Die Behörden glauben, dass es zum Ausbruch einer Epidemie kommen könnte und rechnen in diesem Fall mit mehr als 5.000 infizierten Patienten in den nächsten Monaten. Bevor die 2. Covid-Welle in Indien gestartet war, soll diese Pilzkrankheit in Indien nur äußerst selten aufgetreten sein und betraf dann nur die Patienten mit einem besonders schwachen Immunsystem. Nun jedoch erkranken vorwiegend Menschen, die gerade erst eine Infektion mit dem Coronavirus durchgestanden haben. 90 ehemalige Covid-19-Patienten seien bereits gestorben. Die Sterblichkeit bei einer Erkrankung liegt bei rund 50 Prozent.
Bei der Erkrankung mit Mukormykose treten eine Menge schrecklicher Symptome auf. Die Krankheit sorgt für eine Schwärzung oder Verfärbung der Nase, einer eingeschränkten Sicht, Brustschmerzen, Atembeschwerden und Bluthusten. Nun fordert der indische Gesundheitsminister Lav Agarwal bereits die Landesregierungen dazu auf, den "Schwarzen Pilz als "meldepflichtige Krankheit" im Sinne des Epidemiegesetzes zu erklären, Dadurch müsste dann jeder Fall identifiziert und verfolgt werden. "Wir haben in der vergangenen Woche mehr Fälle von schwarzem Pilz gesehen, als wir normalerweise in zwei Jahren behandeln", schreibt einer der führenden indischen Ärzte Dr. Arvinder Singh Soin aus Delhi beim Kurznachrichtendienst Twitter. Den drastische Anstieg der Zahlen vermuten die Mediziner vor allem in der verbreiteten, langfristigen Verschreibung von Steroiden bei der Behandlung von Covid-19. Update