Nach Auffassung von Mathew D. Rose soll die Vormachtstellung der Deutschen die EU-Demokratie zerstört haben. Merkels Handeln verglich der Journalist dann mit dem der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Denn nach seiner Auffassung wirke Merkel zur Zeit "immer mehr wie eine müde Margaret Thatcher ohne moralischen Kompass". Allerdings bezieht sich Rose bei seiner Kritik vorwiegend auf die Asylpolitik der EU. "Wo Flüchtlinge per Schiff in die EU kommen oder andere Wege einschlagen, schieben Schiffe der EU-Grenzbehörde Frontex einfach ihre Boote zurück - natürlich unter Verstoß gegen das Völkerrecht - und lassen viele auf offener See sterben", kritisiert der Polit-Experte. "Wenn Sie jedoch die Website der EU-Internetseite zum Gemeinsamen Europäischen Asylsystem lesen, werden Sie Folgendes feststellen: 'Die Europäische Union ist ein Schutzbereich für Menschen, die vor Verfolgung oder schwerem Schaden aus ihrem Herkunftsland fliehen.'". Eine Einschätzung, die angesichts der aktuellen Lage geradezu zynisch erscheint.
Und Rose setzt sogar noch weiter nach. Denn nach seiner Auffassung sei die Realität in Europa eine ganz andere. "Während die Rechte davon überzeugt ist, dass die EU-Grenze für Flüchtlinge fast hermetisch geschlossen wurde, feiert die Linke, dass die EU für Flüchtlinge offen ist. Beide ignorieren höflich die Leichen im Mittelmeerraum", kritisiert Rose das geamteuropäische Vorgehen. Dabei sei die Flüchtlingskrise nur eine der zahlreichen Punkte, bei denen man in der EU kein gutes Bild abgegeben habe. Gleichzeitig kritisierte Rose nämlich auch die Handlungen der EU während der Corona-Pandemie und die konkreten Handlungen im Hinblick auf den Klimawandel.