Aktuell liegt die Impfquote in der deutschen Bevölkerung bei 23,4 % (Stand 26.4.). Allerdings haben viele Bundesländern auch viel Impfstoff für die Zweitimpfungen auf Lager. Doch nun fordern Experten sich ein Beispiel an der bayrischen Stadt zu nehmen. Statistiker Prof. Dr. Christian Hesse von der Universität Stuttgart plädiert besonders für 2 Punkte. Eine bundesweite Aufhebung der Impfpriorisierung bis spätestens Mitte Mai, sowie die sofortige Freigabe von für Zweitimpfungen zurückgehaltenen Impfdosen. Noch immer sollen rund 4 Millionen Dosen Impfstoff in verschiedenen Lagern in Deutschland schlummern. "Schon in absehbarer Zeit wird die Impfstoffknappheit nicht mehr der bremsende Faktor bei der Impfkampagne sein. Wenn die jeweiligen Zweitimpfungen anstehen, wird genug Impfstoff zur Verfügung stehen, wenn die Hersteller nur annähernd ihre Lieferzusagen einhalten“, erklärt Hesse. Ausgerichtet am Beispiel Passau könnte man auch in Deutschland schon Anfang Juni eine Impfquote von 40 % im Bundesschnitt erreichen. Auch Prof. Dr. med. Andrew J. Ullmann, der die Infektionsabteilung der Uniklinik Würzburg leitet, bezeichnet Passau als Impfvorbild. "Diese Meldung ist erfreulich, weil trotz des Impf-Turbos nach der Priorisierung vorgegangen wurde. Es geht also schnell und nach Prioritätenliste zu impfen. Damit konnten viele Todesfälle verhindert werden.“ Deshalb fordert der Mediziner andere Städte auf, sich hier ein Beispiel zu nehmen. Auch er plädiert für die komplette Verimpfung aller Impfdosen, um das Impftempo weiter zu erhöhen.