Die Apollo-Missionen waren nicht alle von Erfolg gekrönt. Am 21. Februar 1967 etwa brach vor dem Start ein Feuer in einem Raumschiff aus und tötete drei Astronauten. In der Folge entwickelte die NASA feuerbeständige Textilien, die heute in der Kleidung von Feuerwehrleuten, beim Militär und im Motorsport zum Einsatz kommt.
8. Elektronische FlugzeugsteuerungAus der Luftfahrt ist sie heute nicht mehr wegzudenken, zu Zeiten des Apollo-Programms war sie mit Science-Fiction gleichzusetzen: elektronische Flugzeugsteuerung. Als die USA das Raumfahrtprogramm ins Leben riefen, steuerten Piloten ihre Maschinen über Kabelverbindungen, die die Flugzeugkontrollen mit den Leitwerken oder Höhenrudern verbanden. Diese Art der Steuerung war für eine Reise zum Mond, geschweige denn die Landung, unzureichend. Die NASA vergab daher den Auftrag, eine Computersteuerung für die Apollo-Raumschiffe zu entwickeln, die die Eingaben der Piloten in digitale Signale umwandelte und zudem den Einsatz von Software zur Steuerung der Raumschiffe ermöglichte. Die sogenannte "fly-by-wire"-Steuerung kommt heute in Verkehrsflugzeugen zum Einsatz - und in Abwandlungen auch in modernen Pkws, etwa bei Tempomaten.
9. GefriertrocknungDiese Technologie hat tatsächlich nicht die NASA erfunden - Gefriertrocknung gibt es seit 1938, als der Lebensmittelkonzern Nestlé sie erfand. Die NASA forschte zusammen mit privaten Unternehmen weiter an dem Verfahren und machte die Technik schließlich massentauglich. Bei dem Prozess werden Nahrungsmittel schockgefroren und dann langsam erhitzt, um Eiskristalle zu entfernen. So bleiben Nährstoffe erhalten, während das Gewicht drastisch reduziert wird.
10. RettungsdeckenWenn Sie einen Pkw besitzen, haben Sie dieses Nebenprodukt der Mondlandung garantiert im Kofferraum - die Rettungsdecke. Der englische Name deutet schon auf die ursprüngliche Anwendung hin: Space blanket. Die reflektierenden und isolierenden Decken waren ursprünglich zur Isolierung von Raumschiffen verwendet worden. Wie in vielen Fällen, war auch hier entscheidend, dass es weder in punkto Gewicht noch Fläche ein Material gab, das die Anforderungen besser erfüllte. Auch heutzutage kommt die Technologie noch in der Raumfahrt zum Einsatz - außerdem bei der Campingausrüstung, in der Brandbekämpfung oder bei der Gebäudeisolation.
11. Wiederaufladbare HörgeräteKaum zu glauben, aber auch Jahrzehnte nach Neil Armstrongs (1930-2012) ersten Schritten auf dem Mond werden noch immer Technologien entwickelt, die ihre Ursprünge in der Mondlandung haben. Eine der jüngsten sind wiederaufladbare Hörgeräte, die es in dieser Form erst seit 2013 gibt. Bis dahin mussten die Batterien für Hörgeräte entsorgt werden, sobald sie leer waren. Baut man kleine Zink-Batterien, können diese nicht wiederaufgeladen werden. Lithium-Ionen-Akkus, wie wir sie aus den Smartphones kennen, lassen sich hingegen nicht so klein bauen und bringen außerdem Probleme bei der Hitzeentwicklung mit. Silber-Zink-Akkus haben diese Probleme nicht. Zwar waren die Silber-Zink-Batterien für die Apollo-Raumschiffe nicht wiederaufladbar - die NASA forschte aber lange an der Technologie und legte somit den Grundstein für deren moderne Anwendung.