In seiner Dankesrede erinnerte sich Antonio Banderas dann an das erste Zusammentreffen mit Almodóvar: 1980 bei einem Treffen mit Künstlerfreunden; Banderas war damals noch am Theater. Almodóvar sei auffallend "lustig und interessant" gewesen. Als er die Gruppe wieder verließ, verabschiedete er sich von Banderas mit den Worten: "Du hast ein sehr romantisches Gesicht, du solltest Filme machen." Dann sei er gegangen - und ein damaliger Kumpel habe noch prophezeit: "Er [Almodóvar] wird nie einen Film machen..."
Doch es kam bekanntlich anders: "Heute Abend werden wir unseren achten gemeinsamen Film sehen und seinen 22.", freute sich Banderas und ergänzte, dass Almodóvar "die spanische Gesellschaft verändert" habe. Entdeckt worden sei er aber zuallererst von Deutschland. "Dafür sind wir beide sehr dankbar."
Ein Preis mit gutem RufDer Ehrenpreis wird seit 1997 an herausragende Persönlichkeiten der Filmwelt vergeben. Im vergangenen Jahr hatten Festivalbesucher, Fans, Fotografen und Journalisten viel Freude an Emma Thompson (60, "Late Night") und Terry Gilliam (78, "The Man Who Killed Don Quixote"), 2017 wurde der nicht minder zugewandte Bryan Cranston (63, "Breaking Bad") geehrt...
Am Montag geht der zweite Ehrenpreis in diesem Jahr an den britischen Schauspieler und Filmemacher Ralph Fiennes (56, "Schindlers Liste", "Der englische Patient", "Brügge sehen... und sterben?", "Harry Potter") - und man darf gespannt sein, ob auch er sich einreiht, in die Liste der großen Sympathie- und Preisträger beim Münchner Filmfest.