Osterferien - 3 Bundesländer wollen Reisen an Ostern erlauben!

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Osterferien - 3 Bundesländer wollen Reisen an Ostern erlauben!

News (2 / 1) 18.03.2022 00:36 / Olga Symbolbild imago


In Bayern zeigte man sich nach der Öffnung der Balearen für den Ostertourismus unzufrieden. Denn damit eröffnen sich nun ganz düsteren Saisonaussichten für die heimische Hotellerie. Der bayrische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte gegenüber der Funke-Mediengruppe, dass bereits vor der Sitzung der Ministerpräsidenten am 22. März "ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland kommen" müsse. Für viele Tourismusbetriebe sei das Geschäft an Ostern "der letzte rettende Strohhalm". Mittlerweile stünden ein Großteil der Betriebe vor dem finanziellen Ruin. Aiwanger forderte die Politik dazu auf, dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Es gehe um die wirtschaftliche Existenzen dieser Betriebe. Aus seiner Sicht sei ein Urlaub in Deutschland aus Sicht des Infektionsschutzes ungefährlicher als eine Reise ins Ausland. Diesen Standpunkt vertritt auch Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA): "Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären", kritisierte Hartges die Politik der Bundesregierung.

Niedrige Inzidenzwerte an der deutschen Küste

Laut Hartges seien die Inzidenzwert an vielen Orten der deutschen Küste sehr niedrig. Auf den ostfriesischen Inseln Langeoog und Spiekeroog liege die Inzidenz aktuell bei 21,1. Trotzdem dürfen dort nur Geschäftsreisende in Hotels übernachten. Die Tourismusbranche habe seit dem geltenden Lockdown keine Öffnungsperspektive bekommen. Und das obwohl der Aufenthalt in Hotels nicht als Pandemie-Treiber gilt. "Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung", betonte Hartges. Je länger dieser Zustand andauere um so härter werden die existenziellen Nöten in Hotellerie und Gastronomie werden. Schon jetzt bezeichnet Hartges die Lage als "dramatisch". Auch die Betreiber von privaten Ferienwohnungen hatten sich zuvor

"fassungslos" gezeigt, weil Flugreisen ins Ausland erlaubt sind, aber das Beherbergungsverbot im Inland weiter bestehen bleibt. Während "Pandemie-Partys in den Clubs und Bars auf Mallorca" erlaubt würden, sollen Spaziergänge in den deutschen Naherholungszielen und auch Spieleabende in Ferienwohnungen verboten bleiben, kritisiert ein Schreiben des Verbands der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs. "Wir haben dafür keinerlei Verständnis. Null Komma null!", soll in dem Schreiben stehen. Insgesamt soll dieser Verband die Interessen von mehr als 200.000 privaten Anbietern von Ferienunterkünften vertreten.