Eher selten auf dem roten Teppich anzutreffen ist mittlerweile Thomas M. Stein (70). Er war nicht nur der knallharte Jury-Präsident in den ersten Staffeln von "Deutschland sucht den Superstar", sondern hat als Chef von BMG einige der größten Bands aller Zeiten entdeckt: N'Sync zum Beispiel und damit auch Justin Timberlake. Worin liegt es eigentlich, dass sich selbst die "DSDS"-Sieger recht schwertun, dauerhaft Erfolg zu haben? "Du musst einen langfristigen Plan und eine Strategie haben. RTL und DSDS, das ist eine perfekt eingespielte Show-Maschinerie - du kreierst damit Stars, aber die müssen eben hinterher selbst lernen, sich im Showbiz durchzusetzen."
Was viele vielleicht nicht erwartet hätten: Stein hat großen Respekt vor Daniel Küblböck (verschollen 2018): "Er war ein ganz Großer, ein toller Mensch. Er ist immer wieder angetreten, hat sich mehrere Absagen kassiert, es immer wieder versucht. Ist dann in die großen Shows gekommen und hat eine unglaubliche Entwicklung hingelegt." Küblböck habe verstanden, was Showbiz eigentlich heiße: "Er war nicht mit der größten Stimme gesegnet, hat aber stark dran gearbeitet. Und er konnte die Leute unterhalten, er war ein Entertainer - das gibt's viel zu selten." Über den Tod und die tragischen Umstände sei Stein erschüttert gewesen. "Natürlich war ich traurig, wir hatten auch nach der Show über Jahre ein gutes Verhältnis."
Papis Loveday: "Die Modebranche hat sich stark vom Film inspirieren lassen"Papis Loveday (42) gilt als König der deutschen Männermode. Er ist schon für Dior Homme, Valentino, Armani, Yves Saint Laurent und Gucci gelaufen. "Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Modebranche gewandelt und vom Film hat inspirieren lassen. Die Inszenierung, die Musik, wie man mit dem Licht arbeitet bei Fashion Shows auf dem Catwalk - da kommt ja viel vom Film", so das Model.
Auf der anderen Seite sorge seine Branche dafür, dass Schauspieler und Schauspielerinnen voll und ganz in ihren Rollen aufgehen können: "Mode lässt dich verwandeln. Ich genieße es ganz besonders, Filme zu sehen, die einen historischen Kontext haben, in denen die Fashion dieser Zeit den Rahmen für die Kunst liefert. So schließt sich dann der Kreis: Wir nehmen uns das Beste aus dem Film, der Film nimmt sich das Beste aus der Mode", erklärt er lachend.
Trotz einiger Regenschauer und sinkender Temperaturen feierten die rund 650 Gäste teilweise bis spät in die Nacht, knüpften Kontakte und tauschen Erfahrungen aus.