Ein weiterer Vorteil, denn der Impfstoff von Johnson&Johnson gegenüber sämtlichen Konkurrenten aufweist, ist die Tatsache, dass bereits 1 Impfung den vollen Schutz gegen das Coronavirus bietet. Eine 2. Impfung ist in diesem Fall nicht notwendig. Dies bedeutet im Kampf gegen die Pandemie eine deutliche Zeitersparnis, denn durch weniger Impfungen wird das Ziel Herdenimmunität natürlich schneller erreicht werden. "Bei unserem derzeitigen Impftempo hätten wir erst in 15 weiteren Monaten Herdenimmunität erzielt. Um jedoch die Herdenimmunität schon bis Oktober zu erreichen, bräuchten wir bei den gegenwärtig verwendeten Impfstoffen, die zwei Impfungen erfordern, eine Verdopplung des derzeitigen Impftempos“, erklärt Statistiker Prof. Dr. Christian Hesse von der Universität Stuttgart gegenüber der "Bild"-Zeitung.
Nach den Angaben der amerikanischen FDA soll der Johnson-Impftstoff einen 67 prozentigen Schutz gegen mittelschwere bis schwere Covid-Verläufe bieten. Die Effektivität gegen schwere Erkrankungen liege sogar bei bis zu 85 Prozent. Damit liegt die Wirksamkeit also verglichen mit den Konkurrenzprodukten, die bereits in Europa zum Einsatz kommen ein wenig niedriger. Während Biontech und Moderna zu 95 % liegen der Impfstoff von AstraZeneca mit 70 % und der neue Johnson-Impfstoff ein wenig unter diesen Werten. Trotzdem würde Deutschland dem Ziel Herdenimmunität mit dieser neuen Option natürlich ein kleines Stück näherkommen.