Doch wieso konnten bereits jetzt sämtliche Menschen geimpft werden? Wie hat man es geschafft, praktisch auf eine Streich die gesamte Insel von der Pandemie zu befreien? Dafür gibt es einen einfachen Grund. Aus strategischen Gründen hatte die griechische Regierung die Entscheidung getroffen, die Bewohner der Inseln mit weniger als 1.000 Einwohner zu impfen. So sollten vor allem kleine und weit entfernte Gebiete geschützt werden. Auf Kastellorizo leben rund 250 Menschen. "Wir haben 350 Menschen geimpft“, erklärt Achladiotis. "Die Einwohner, Ärzte, Lehrer und die Küstenwache – sie sind jetzt alle sicher. Und alle Arbeiter, die hier auf der Insel sind, zum Beispiel auf Baustellen, werden getestet. Der nächste Schritt wird sein, die Verantwortlichen darum zu bitten, Tavernen und Cafés zu öffnen. Wir haben gerade nicht viele Besucher, wenn also die Experten das erlauben würden, dann wäre das toll“, gibt sich Achladiotis optimistisch.
Mit diesen Voraussetzung können die Bewohner der Insel nun natürlich wieder anfangen, sich auf die touristische Sommersaison vorzubereiten. "Wir sind mehr als bereit, Menschen aus aller Welt zu begrüßen. Sobald diese Reisen wieder erlaubt sind. Wir hoffen auf 60 Prozent der großartigen Saison 2019 – da hatten wir ungefähr 50 000 Gäste auf der Insel“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister. Nun fehlen nur noch wenige Personen, um den Tourismus auf der Insel komplett sicher für die Touristen zu machen. "Wir sind kurz davor, unser Ziel zu erreichen, diesen Kampf um die Gesundheit zu gewinnen, der uns schon ein Jahr beschäftigt“, erklärt Achladiotis, der auf eine positive Sommersaison hofft. Aus diesem Grund hofft er auch, dass der vom griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis geforderte EU-Impfpass auch in den europäischen Ländern übernommen werden wird. Dann könnten nämlich schon bald die Touristen nach Kastellorizo strömen.