Jella Haase und Max von der Groeben harmonieren einmal mehr vor der Kamera. Sie liefern sich ein kleines Psychospiel, bei dem der Zuschauer stets in die Irre geführt wird. Wer hat die Oberhand, die Entführte oder der gestresst wirkende Kidnapper? Clemens Schick überzeugt als Dritter im Bunde, der als knallharter Ex-Knacki scheinbar als Einziger den Überblick behält. Böse steht ihm gut. Regisseur Thomas Sieben verzichtet auf lange Dialoge, sondern setzt vermehrt auf die ausdrucksstarke Mimik seiner Schauspieler.
"Kidnapping Stella" ist ein zum Teil beklemmendes Kammerspiel, bei dem der Ausgang den ein oder anderen überraschen dürfte. Ein kurzweiliger Film, den man ansehen kann, aber keinesfalls muss.