Eltern aufgepasst - Mehr Elterngeld und neue Teilzeitreglung! Bundestag reformiert die Familienpolitik

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Eltern aufgepasst - Mehr Elterngeld und neue Teilzeitreglung! Bundestag reformiert die Familienpolitik

News (2 / 1) 31.01.2022 00:33 / Günter Symbolbild imago


Einkommensgrenze für Spitzenverdiener wird gesenkt

Gleichzeitig soll der Bezug des Elterngeldes für Spitzenverdiener eingeschränkt werden. Hintergrund dieser Maßnahme war es diese Vorgaben möglichst kostenneutral umzusetzen. Aus diesem Grund wird die Bezugsgrenze für das Elterngeld bei Ehepaaren von 500.000 Euro auf 300.000 Euro gesenkt. Paare, die mehr als 300.000 Euro verdienen, werden dann also kein Elterngeld mehr erhalten. "Bei einem derart hohen Einkommen ist davon auszugehen, dass Elterngeld für die Entscheidung, in welchem Umfang zugunsten der Betreuung des Kindes auf Erwerbstätigkeit verzichtet werden soll, unerheblich ist", steht in der Begründung des Beschlusses. Von Seiten der Regierung rechnet man damit, dass durch diese Regelung etwa 7.000 Paare weniger in den Genuss des Elterngeldes kommen. Die Einkommensgrenze für Alleinerziehende bleibt allerdings unverändert bei 250.000 Euro liegen.

Reaktionen auf die Änderungen

Insgesamt zeigen sich die Vertreter der Politik zufrieden mit den angestossenen Änderungen. "Wir stellen das beliebte Elterngeld besser und krisenfester auf", erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in ihrer Schlussdebatte im Parlament. Giffey sieht in der Reform "einen Baustein unserer modernen Familienpolitik". Von Seiten der Parteien Grüne und Linke wurde kritisiert, dass weiterhin kein Elterngeld für Hartz4-Empfänger vorgesehen ist. Von Seiten der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Nadine Schön (CDU) wurden die verbesserten Regelungen für Eltern von zu früh geborenen Kindern hervorgehoben. Dies eröffnet den Eltern zukünftig die Möglichkeit sich besonders intensiv um ihre Neugeborenen kümmern zu können.