Wenn es nach FDP-Chef Lindner geht, dann ist die amerikanischen Vorgehensweise genau richtig, weshalb Lindner auch für Deutschland ein solches Vorgehen vorschlägt. "Es ist ein krisenhafter Zustand, da brauchen wir eine Krisenproduktion! Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit, und es ist eine Überlebensfrage auch für unsere Wirtschaft. Denn die ist schon auf der Intensivstation“, stellt der FDP-Politiker klar. Um mehr Impfstoff zu produzieren will Lindner die Mainzer Firma Biontech dazu auffordern, den von ihr entwickelten Impfstoff mittels Lizenzen von anderen Herstellern produzieren zu lassen. "Die Regierung sollte mit der pharmazeutischen Industrie insgesamt prüfen: Wo gibt es noch Kapazitäten, die genutzt werden können für die Produktion eines Impfstoffs?“, fordert Lindner weiter.
Auch Gesundheitsminister Jens Spahn glaubt, dass es in dieser Hinsicht Möglichkeiten geben könnte. "Wir tun alles zusammen mit Pfizer in der Hinsicht, dass es weiter Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann.“ Ziels dieses Planes sei es laut Spahn "noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen.“ Offenbar sieht es für die Zukunft also gar nicht schlecht aus, denn schon bald werden auch andere Pharmaunternehmen die Zulassung für ihre Impfstoffe erhalten. "Und jeder weitere Hersteller, der eine Zulassung erhält, wird ebenfalls mit vorproduzierten Chargen schnell im Markt sein“, glaubt der Präsident des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), Han Steutel.