Jens Spahn mit mahnenden Worten: Impfen ist der entscheidender Schlüssel im Kampf gegen das Virus!

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Jens Spahn mit mahnenden Worten: Impfen ist der entscheidender Schlüssel im Kampf gegen das Virus!

News (2 / 1) 28.12.2021 00:33 / Günter Symbolbild imago


In Nordrhein-Westfalen zeigte sich Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ebenfalls voller Hoffnung. Er schrieb auf Twitter, es sei "gut, dass jetzt in ganz Europa zeitgleich geimpft werden kann und jede Form von Impfstoffnationalismus verhindert wurde".

Dieses Vorgehen verteidigte auch Spahn und sprach von einem "hoffnungsvollen Tag für Europa". Bewusst sei entschieden worden, beim Impfen europäisch vorzugehen und keinen nationalen Alleingang mit einer Notzulassung wie in anderen Ländern zu wählen, sagte er.

In diese Richtung jedoch zielte Kritik etwa von FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Er sagte AFP, während der in Deutschland hergestellte Impfstoff "längst Leben in den USA und Großbritannien rettet", müsse ganz Europa noch bis Sonntag warten. Die Grünen-Abgeordnete Kordula Schulz-Asche sprach von einem "Durcheinander der Stimmen von Bundes- und Landesregierungen".

Auch Patientenschützer Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, beklagte einen "Flickenteppich". Bei der Kontaktaufnahme, der Nutzung von Hotlines oder der Benachrichtigung der Bürger gehe jedes Bundesland seinen eigenen Weg. Das sei fatal.

Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte hingegen den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Städte seien "sehr erleichtert, dass jetzt mit den Impfungen begonnen werden kann". Damit sei ein Anfang gemacht, jedoch sei der "Spuk mit dem gefährlichen Coronavirus" noch nicht vorbei. Die Infektionslage sei aktuell weiterhin besorgniserregend.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldete am Samstagmorgen innerhalb eines Tages knapp 14.500 Neuinfektionen - allerdings ist diese Zahl beeinflusst von weniger Tests und Meldungen der Gesundheitsämter während der Feiertage.