Die Politiker der Bundesregierung werden kein Vorrecht auf eine Impfung gegen das Coronavirus haben. Aus diesem Grund tauchte auf der Pressekonferenz die Frage auf: "Wann wird die Bundesregierung – insbesondere die Kanzlerin und der Gesundheitsminister – geimpft werden?" Spahn bekräftigte, dass kein Vorrecht für Politiker bei den Impfungen eingeräumt werde. Zuerst sollen die besonders gefährdeten Menschen geimpft werden. Von Seiten der Bundesbürger wolle man sich nicht den Vorwürfen aussetzen, man bekäme wegen des Status eine Extrawurst gebraten. Laut Spahn sei eine vorzeitige Impfung der Bundesregierung nur dann ein Thema, wenn die Politik eine Vorbildfunktion einnehmen müsse. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn ein Großteil der Bundesbürger die Impfungen aus Mißtrauen ablehnen würden. "Dann würden wir uns alle sofort impfen lassen", stellte der Gesundheitsminister klar. Angesichts des enormen Aufwands machte Spahn zudem klar, dass nicht immer alles glatt laufen werde. "Es wird an der einen oder anderen Stelle auch mal ruckeln, das ist ganz normal." Der Gesundheitsminister nennt als Ziel, spätestens Mitte des Jahres "mit dem Impfen in die Fläche zu gehen und jedem, der will, ein Impfangebot zu machen". Zuvor sollen bis etwa Ende März 11 bis 12 Millionen Dosis des Impfstoffes zur Verfügung stehen, was für die Impfung von rund 5,5 bis 6 Millionen Menschen ausreichen werde.