Ab dem Jahr 2023 soll sich der BIP-Anstieg dann wieder dem Potenzialwachstum annähren. Das Niveau von vor der Krise werde nach aktueller Einschätzung Anfang 2022 wieder erreicht werden, bevor sich auch das Produktionspotenzial wieder angleichen wird. In diesem Jahr wird die Inflationsrate wegen der gesenkten Mehrwertsteuersätze und dem Einbruchs der Rohölpreise auf etwa 0,4 Prozent zurückgehen. Im Jahr 2021 dürfte die Inflation dann allerdings stark ansteigen, weil dann nicht nur die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung preistreibend wirken wird, sondern zusätzlich auch die eingeführten CO2-Emissionszertifikaten für höhere Kosten sorgen werden. Für die nächsten Jahre erwartet die Bundesbank ohne den Einfluß von Energie und Nahrungsmittel bereinigt eine Inflation die jeweils knapp über 1 Prozent liegen dürfte. Im Jahr 2023 schätzt die Bundesbank dann eine realistische Inflationsrate von "gut 1,5 Prozent". Durch die Corona-Krise wird das staatliche Defizit in diesem Jahr um rund 5 Prozent des BIP anwachsen. Nach oben schnellt dann auch die Maastricht-Schuldenquote, die eine Größenordnung von 70 Prozent erreicht.