Bei der Studie haben die Mediziner herausgefunden, dass der entsprechende Wert des Biomakers auch im Blut der Kinder signifikativ erhöht war. Bei fast 48 Prozent der betroffenen Kinder hat man Hinweise auf Mikrothrombosen und akute Nierenschäden gefunden. "Erstaunlicherweise waren die sC5b9-Werte selbst bei den Kindern abnormal, die nur minimale Symptome hatten oder deren Infektion asymptomatisch und nur rein zufällig entdeckt worden war“, erklären die überraschten Forscher. Noch ist unklar, welche langfristigen Folgen dies für die Blutgefäße und Nieren der Kinder haben wird. "Von Kindern, die nach einer Transplantation von Blutstammzellen thrombotische Mikroangiopathien entwickeln, wissen wir, dass sie lebenslang unter klinischen Spätfolgen leiden können, darunter Bluthochdruck, Lungenhochdruck, Schlaganfälle und chronische Nierenerkrankungen. Es ist daher möglich, dass auch die Mikrothrombosen durch eine Coronavirus-Infektion unerkannte Langzeitfolgen haben“, glauben die Mediziner. Auch wenn Covid-19 bei vielen Kindern einen milden Verlauf nimmt, gibt es zahlreiche Auswirkungen auf den Körper der Kleinen, die noch genauer untersucht werden müssen. Deshalb empfiehlt es sich auch mit dem Coronavirus infizierten Kinder nach dem Ende der Infektion genau zu untersuchen. Selbst wenn diese nur geringe oder sogar gar keine Symptome entwickelt haben