Inmitten dieser Situation verschärfter Spannung kehrt nun auch noch der US-Flugzeugträger "USS Nimitz" in den Persischen Golf zurück. Im November hatte das Kriegsschiff für Übungen mit der indischen Marine den persischen Golf verlassen. Allerdings betonte man in den USA, dass die Rückverlegung keine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen sei. Auch ohne die Ermordung des iranischen Top-Atomwissenschaftlers wäre das Schiff zurück in den Persischen Golf beordert worden. Offiziell begründet die USA die erneute Verlegung des Flugzeugträgers damit, dass das Schiff zur Unterstützung für den Abzug der US-Soldaten aus dem Irak dienen soll. Die Entscheidung über die Verlegung des Flugzeugträgers sei bereits vor dem Attentat auf den Wissenschaftler gefallen. Gleichzeitig machte die USA aber auch deutlich, dass das gigantische Schiff auch als Abschreckung für das Regime in Teheran gedacht sei.
Am Freitag hatten bisher unbekannte Personen ein Attentat auf Mohsen Fachrisadeh verübt. Der bekannte Atomwissenschaftler war am Freitag in seinem Auto angeschossen worden und später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Bereits kurz nach dem Vorfall hat Iran die Länder Israel und die USA für das Attentat verantwortlich gemacht. In der letzten Zeit hatte US-Präsident Donald das internationale Abkommen über das iranische Atomprogramm aufgekündigt und als weitere Reaktion Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung in Teheran verhängt. Im Iran spekuliert man, dass der Anschlag ein Versuch Israels und der gerade abgewählten US- Regierung sei, um einen Neuanfang der Beziehungen mit dem gerade erste gewählten US-Präsidenten Joe Biden zu verhindern. Bisher ist scheinbar noch nicht klar, wer hinter dem Attentat steckt. Die US-Zeitschrift "New York Times" schreibt, dass nach Aussagen eines US-Beamten und zwei Geheimdienstmitarbeitern offenbar Israel hinter dem Anschlag stecken soll. Beweise oder Belege konnte die US-Zeitung allerdings auch nicht liefern.