Wie es scheint soll Donald Trump in den Jahren zwischen 2010 und 2018 Zahlung in mehrstelligen Millionenhöhen für Beratungsgebühren gezahlt haben. Aus den Unterlagen ist allerdings nicht ersichtlich, wer die begünstigten Beraterfirmen waren, die dieses Geld erhalten haben. Deshalb nimmt die Staatsanwaltschaft an, dass es sich um Zahlungen handelt, die lediglich der Aufgabe gedient haben, die zu zahlende Steuersumme zu senken. Nun liegen der Staatsanwaltschaft offenbar Dokumente vor, die nahelegen, dass Ivanka Trump über Umwege Zahlungen einer Beraterfirma erhalten haben soll, die genau dem Betrag entsprechen, die Donald Trump als Beraterkosten bezahlt haben soll. Außerdem hatte Ivanka auf diese erhaltene Summe offenbar keine Steuern gezahlt.
Ivanka Trump hat sich nun selbst zu diesem Thema zu Wort gemeldet und mit Empörung auf den Verdacht reagiert. Sie glaubt, dass hinter der ganzen Angelegenheit eine Verschwörung der Demokraten steckt. Sie vertritt den Standpunkt, dass die aktuellen Ermittlungen politisch motiviert seien. Der Anwalt der Trump Organization, Alan Gartner, kann in dem Vorgehen der Trumps ebenfalls nichts Unrechtes erkennen und erklärte gegenüber der "New York Times": "Alle notwendigen Steuern wurden gezahlt und niemand hat unberechtigte Vorteile erhalten (...) Das ist nur der letzte Schachzug eines anhaltenden Versuchs, das Unternehmen zu belästigen." Trumps juristische Situation dürfte sich nach dem Auszug aus dem Weißen Haus weiter zuspitzen. Gegen den Präsidenten laufen mehrere strafrechtlich relevante Ermittlungen. Staatsanwältin Letitia James kündigt bereits an, dass es für Trump nach dem Ende seiner Amtszeit keine Sonderbehandlung geben wird: "Niemand steht über dem Gesetz. Wir folgen den Fakten und Beweisen, egal wohin sie uns führen", betonte James, die gemeinsam mit ihrem Kollegen
Cyrus R. Vance Jr. in Sachen Steuerhinterziehung gegen Trump ermittelt.