Glücklicherweise gab es diesmal wenigstens keine Todesopfer oder Verletzte zu beklagen gegeben. Bei einem ähnlichen Protest war es im Oktober zu einem schweren Unfall gekommen. Auch damals hatten sich Aktivisten von einer Brücke abgeseilt und den Verkehr behindert. Dadurch war ein Stau entstanden, Ein 29-jähriger Mann hatte damals zwischen Idstein und Bad Camberg jedoch das Stauende übersehen und war mit voller Wucht auf einen Lastwagen aufgefahren. Bei diesem Unfall wurde der Fahrer lebensgefährlich verletzt. Mittlerweile befindet sich der Mann in einer Reha-Klinik und ist noch immer nicht vernehmungsfähig. Die Ärzte gehen davon aus, dass er erhebliche, bleibende Schäden erlitten hat. Die für den Unfall mitverantwortlichen Aktivisten schweigen bislang gegenüber der Polizei.
Neben der A4 waren aber auch noch zahlreiche weitere Autobahnen betroffen. So kam es ebenfalls auf der A4 bei Jena zu Protestaktionen, genauso wie auf der A2 bei Braunschweig, der A20 bei Tribsees und der A7 bei Schleswig. Auch hier mussten Teilabschnitte der Autobahn wegen der Proteste gesperrt werden. "Wir wollen Aufmerksamkeit und nehmen dafür auch das Verkehrschaos in Kauf. Denn wir wollen den Verkehr ganzjährig ändern!“, erklärt Sebastian Sacht (25, Student), einer der offiziellen Sprecher der Gruppe. Offenbar sei geplant
"Druck auf das Bundesverkehrsministerium, die hessische Landesregierung und gesellschaftliche Diskurse ausüben“, schreiben die Protestler in einer Mitteilung. Eine ihrer Forderungen ist der Ausbaustopp der A49 sowie die Ende der Rodungen im Dannenröder Wald (Hessen).