Ebenso ergeht es einer 43-jährigen Mutter aus dem 13. Pariser Bezirk. Sie hatte geplant die Stadt Mittwoch zu verlassen und den Lockdown lieber am Wohnsitz ihrer Familie in Senonches in der Region Eure-et-Loire zu verbringen. "Dort hat meine Familie ein Haus mit großem Garten und Blumen", erklärte die gelernte Kommunikationsberaterin. Zusammen mit ihren beiden Kindern zieht sie die frische Luft auf dem Land dem städtischem Lärm und dem Verkehr vor. "Ich werde natürlich von dort aus weiterarbeiten", erklärt die Frau. In ihrer Firma war der Chef immer gegen die Arbeit aus dem Homeoffice. "Ich musste bis jetzt fast täglich ins Büro. Aber jetzt hat er keine andere Wahl."
Doch nun gibt es keine andere Möglichkeit mehr. Nun ist die Arbeit von zu Hause während des Lockdowns Pflicht. Ausnahmen sind nur dann zugelassen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gäbe, erklärt die französische Arbeitsministerin Elisabeth Borne. Zuletzt hatte die französische Regierung weitere Einzelheiten der vor kurzem angekündigten Verschärfungenen bekannt gegeben. So sollen zukünftig auch Kindern ab 6 Jahren eine Schutzmaske tragen müssen. Zuvor mussten erst Kinder ab dem 11. Lebensjahr Masken aufsetzen.