Die aktuelle Lage sei angesichts von nun bereits 14.000 Neuinfektionen mit dem ansteckenden Virus am Tag dramatisch. Merkel erklärte, dass zahlreiche Gesundheitsämter im ganzen Land bereits an ihrer Belastungsgrenze angekommen seien. "Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle. Ausnahmslos." Zudem sendete sie auch eine Mahnung an die Politiker aller Parteien: "Beschwichtigendes Wunschdenken und populistische Verharmlosung wären nicht nur unrealistisch. Es wäre unverantwortlich." Zuletzt gab es auch aus der Politik immer wieder Kritik an den Maßnahmen der Regierung. Doch Merkel warnt weiter: "Lüge und Desinformation, Verschwörung und Hass beschädigen nicht nur die demokratische Debatte, sondern auch den Kampf gegen das Virus."
Der größte Protest zur beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln kam aus der Reihe der Abgeordneten der AfD, die zum Teil versucht hatte die Rede der Bundeskanzlerin mit Zwischenrufen und Tumulten zu stören. Gegen die Kritikpunkte verteidigte Merkel die beschlossenen Maßnahmen: "Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig. Wenn wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät." Sowohl die FDP als auch die Grünen brachten einzelne Kritikpunkt an. Während die Grünen ein zu spätes Handeln kritisierten, warnte man von Seiten der FDP vor allem vor einem drohenden Akzeptanzverlust der Bundesbürger.