Zudem warnte die Verbandschefin auch davor, dass durch die steigenden Infektionszahlen viele Gesundheitsämter "an die Grenze der Überforderung“ gelangen könnten. Schon vor Wochen hatte die Bundeskanzlerin bei einer CDU-Präsidiumssitzung vor einem starken Anstieg der Infektionszahlen gewarnt. Damals hatte die Kanzlerin von mehr als 19.000 Infektionen am Tag in der Weihnachtszeit gewarnt. Nun scheint es als könnte Merkels Horror-Szenario bereits in den nächsten Tagen zur Realität werden. Schon jetzt sind einige Gesundheitsämter an ihre Grenzen gestossen und müssen zusätzliches Personal für die Verfolgung der Kontakt anfordern. Ein gutes Fallbeispiel sind die aktuelle Vorgänge im Berchtegardener Land, wo sich die Infektionszahlen explosionsartig ausgebreitet hätten. Das dortige Gesundheitsamt sei laut Teichert „rasch an die Grenze der Überforderung“ gestossen. Daher räumte Teichert ein, dass besonders in Regionen mit hohen Infektionszahlen eine Nachverfolgung der Kontaktpersonen nicht mehr möglich sei. Zuletzt hatte das Robert Koch-Institut von neun Städten und Landkreise gesprochen, die wegen fehlendem Personal Abstriche bei der Verfolgung der Kontakte machen mussten. Bleibt zu hoffen, dass die Gesundheitsämter die Lage trotz aller Widrigkeiten wieder in den Griff bekommen.