Spektakulärer Prozeß in Hamburg - Deutscher Skandal-Rapper Gzuz muss in den Knast

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Spektakulärer Prozeß in Hamburg - Deutscher Skandal-Rapper Gzuz muss in den Knast

Lifestyle (2 / 1) 29.09.2021 23:39 / Peter Symbolbild imago


Um die gerechte Höhe für die Geldstrafe zu berechnen, hatte sich der Richter offenbar detailliert mit den Finanzen des Rappers beschäftigt. Im Zeitraum vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2020 hatte Gzuz laut seiner Kontoauszüge offenbar Einkommen in Höhe von 1,4 Millionen Euro erzielt. Nach Abzug von Steuern, Unterhalt und Nebenkosten sollen dem Rapper offenbar 612.000 Euro geblieben sein. Auf dieser Basis berechnete der Richter einen Tagessatz von 1.700 Euro. Die Geldstrafe wurde offenbar wegen eines Verstosses gegen das Waffengesetz verhängt. Gzuz hatte pünktlich zu Silvester 2018/2019 ein Video auf Instagram hochgeladen, bei dem gezeigt wird, wie er mit einer Schreckschusspistole in die Luft ballert. Zur damaligen Zeit hatte allerdings bereits ein Waffenbesitzverbot gegen den Rapper bestanden. Der Richter erklärte die Geldstrafe auch damit, dass der Rapper die Aufnahme in den sozialen Medien hochgeladen habe, um sein schlechtes Image in der Branche zu pflegen und für sich zu werben. "Sie erzielten mit dem Verstoß gegen das Waffengesetz Einnahmen, indem Sie die Videos hochgeladen haben. Deshalb müssen Sie auch in Ihrem Vermögen getroffen werden", begründete der Richter die Geldstrafe gegen den Rapper.

Rapper Gzuz muss 18 Monate in Haft

Andere in dem Prozeß verhandelte Anklagepunkte waren ein Schlag ins Gesicht einer jungen Frau. Diese hatte ihn allerdings offenbar zuvor wegen eines Selfies bedrängt. Außerdem soll Gzuz im betrunken Zustand versucht haben eine Sauerstoffflasche aus einem parkenden Krankenwagen zu stehlen. Zudem waren bei einer Durchsuchung der Wohnung des Rappers 17 Gramm Marihuana und 2,5 Gramm Cristal Meth gefunden worden. Auch wenn die einzelnen Taten eher weniger gravierend sind, muss der Rapper offenbar jetzt in den Knast, weil er bereits mehrfach zu Bewährungsstrafen verurteilt worden war. "Wer, wenn nicht Sie, gehört in den Knast? Sie inszenieren sich als Gangsterrapper, Sie wollen als Straftäter gesehen werden und nun landen Sie im Gefängnis", begründete der Richter die Strafe ohne Bewährung. Der Anwalt des Rappers hat bereits angekündigt Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.