Wie nicht anders zu erwarten hat der US-Präsident den Artikel der "New York Times" in einer Pressekonferenz im Weißen Haus kritisiert und diesen als "totale Fake News“ bezeichnet. "Ich habe viel gezahlt, und ich habe viele Steuern an den Staat New York gezahlt“, stellte Trump klar. Auch ein Anwalt Trumps hatte den Bericht der Zeitung zurückgewiesen. "Die meisten der Fakten, wenn nicht sogar alle, sind nicht akkurat.“ Erst kürzlich hatte Trump versprochen seine Steuererklärungen sofort zu veröffentlichen, wenn die seit mehreren Jahren laufende Buchprüfung der amerikanischen Steuerbehörde IRS abgeschlossen sei. "Die IRS behandelt mich nicht gut. Sie behandeln mich sehr schlecht“, klagte Trump. Die jetzt genannten Zahlen sind für
Trump ein riesiges Image-Problem. Schließlich präsentiert sich Trump schon seit Jahren als erfolgreicher und geschickter Geschäftsmann. Allerdings stellt der Bericht der "New York Times" dies nun offenbar in Frage. Schon im Wahlkampf hatte seine damalige Kontrahentin Hillary Clinton auf die niedrigen Steuerzahlungen Trumps hingewiesen. Nun jedoch deutet der Bericht der amerikanischen Zeitung an, dass die geringen Steuern Trumps nicht nur wegen Maßnahmen zur Steuerminderung zustande kommen sollen, sondern das es wohl auch Anzeichen für schlechtes Wirtschaften gäbe.
Nach dem Bericht der "New York Times" sei die Sendung "The Apprentice" wohl eine der erfolgreichern Unternehmungen Trumps. Diese soll Trump im Laufe der Jahre rund 427,4 Millionen Dollar an Einnahmen gebracht haben. Allerdings hätten im Gegenzug zahlreiche Hotels und Golf-Ressorts von Trump über viele Jahre hohe Verluste eingefahren. Außerdem soll bekannt gewoden sein, dass Trump während der TV-Sendung "The Apprentice" alleine 70.000 Dollar an Friseurrechnungen seiner Frau Ivanka steurlich abgesetzt habe. Weil Trump auch durch juristische Mittel viele Jahre versucht hatte die Herausgabe der Steuerunterlagen zu verhindern, hatten Kritiker spekuliert, dass dort die angeblichen Verbindungen von Trump nach Russland ersichtlich seien. Dies wurde jedoch nun von der "New York Times" dementiert. Die bekannte Zeitung räumte nämlich ein, hierzu keinen einzigen Hinweis gefunden zu haben.